Reisen

Von der kaiserlichen Reitschule zum Designhotel: Eine Zeitreise durch Wien

Imperial Riding School

Wiens verborgene Geschichten: Ein Hotel als Tor zur Stadt

Wien ist berühmt für seine prachtvollen Palais, berühmten Komponisten und eindrucksvolle Architektur. Doch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten warten Geschichten, die selbst viele Besucher noch nicht kennen. Das Imperial Riding School, Autograph Collection, macht sie jetzt auf besondere Weise erlebbar: Mit einem neuen Audioguide zur bewegten Vergangenheit des eigenen Standorts und dem „Untold Vienna Walk“ lädt das Hotel dazu ein, den dritten Wiener Bezirk Landstraße aus einer neuen Perspektive zu entdecken.


© Imperial Riding School

Fast 300 Jahre Geschichte unter einem Dach

Wo heute Gäste einchecken, ein Drink an der Bar wartet und modernes Design auf historische Details trifft, hat sich die Geschichte Wiens über nahezu drei Jahrhunderte hinweg immer wieder neu geschrieben. Den Anfang machte 1727 ein prachtvolles Gartenpalais, das Graf Harrach vom Architekten Johann Lucas von Hildebrandt errichten ließ – jenem Baumeister, der später auch das berühmte Schloss Belvedere entwarf. Unter Kaiser Franz Joseph wurde das Anwesen um einen weitläufigen Obstgarten erweitert, der den kaiserlichen Hof mit frischen Früchten versorgte.


© Catherine Stukhard

Mitte des 19. Jahrhunderts zog die k.u.k. Militärreitschule ein. Doch der Ort war nicht nur Schauplatz höfischer Eleganz: Während des Preußisch-Österreichischen Krieges 1866 diente die Reithalle als Feldspital für bis zu 960 verwundete Soldaten. Nach dem Ende der Monarchie folgte ein weiterer Wandel. Ab 1921 lockte das EOS-Lichtspieltheater bis zu 1.000 Kinobesucher an und entwickelte sich zu einem bedeutenden Lichtspielhaus der Stadt. Ein Orchester mit 60 Musikern begleitete die Filmvorführungen. Später nutzte die österreichische Post das Gebäude als Garage für ihre Fahrzeugflotte.

Der neue Audioguide, gesprochen von Rebecca Kunikowski, macht diese unterschiedlichen Kapitel zugänglich und verbindet historische Ereignisse mit den Spuren, die bis heute erhalten geblieben sind. In der Lobby erinnert eine Gedenktafel an Kaiser Franz Joseph, originale Säulen verweisen auf die einstige Reithalle und im Garten steht eine mehr als 150 Jahre alte Platane. Auch eine restaurierte Statue, die an einen Pferdebändiger erinnert, gehört zur Geschichte des Hauses. Selbst die Namen des Restaurants Elstar und der Bar The Farrier greifen die Vergangenheit auf: Sie verweisen auf den einstigen Kaisergarten und die Welt der Hufschmiede.


© Catherine Stukhard

Auf Entdeckungstour durch die Landstraße

Wer nach dem Blick in die Hotelgeschichte weiterziehen möchte, kann mit dem „Untold Vienna Walk“ die Umgebung erkunden. Der vom Kunst- und Kulturvermittler Markus Hübl entwickelte Rundgang führt zu Orten, die eng mit der Wiener Kulturgeschichte verbunden sind. Ein ergänzender Pocket Guide mit QR-Code ermöglicht es, sieben Stationen individuell und im eigenen Tempo zu entdecken. Die beliebten geführten Touren werden ebenfalls fortgesetzt.

Zu den Höhepunkten zählt das Haus in der Ungargasse 5, in dem Ludwig van Beethoven seine 9. Symphonie vollendete. Die „Ode an die Freude“, heute als Europahymne bekannt, hat damit einen unmittelbaren Bezug zum Viertel. Auch das Haus Wittgenstein, ein bedeutendes Bauwerk der architektonischen Moderne, steht auf dem Programm. Das Palais Rasumofsky, die russisch-orthodoxe Kathedrale des Heiligen Nikolaus, die traditionsreichen Sophiensäle und das ehemalige Möbelhaus Portois & Fix eröffnen weitere Perspektiven auf Wiens Architektur und Vergangenheit.


© Imperial Riding School

Künstlerische Spuren finden sich ebenfalls an vielen Ecken. Emilie Flöge, die Muse und Weggefährtin Gustav Klimts, lebte in der Ungargasse und war Teil des kreativen Umfelds, das Wien um die Jahrhundertwende prägte. So wird aus einem Spaziergang durch den dritten Bezirk eine Begegnung mit Persönlichkeiten und Ideen, deren Einfluss weit über die Stadt hinausreicht.

Reisen, um Geschichten zu entdecken

Mit Audioguide und „Untold Vienna Walk“ erweitert das Imperial Riding School das klassische Hotelerlebnis um eine kulturelle Dimension. Statt Geschichte nur in Museen oder an berühmten Wahrzeichen zu begegnen, entdecken Gäste sie direkt vor der eigenen Haustür – in erhaltenen Bauelementen, alten Gassen und Gebäuden, deren Fassaden längst nicht alles verraten.

General Manager Jürgen Fleischhacker beschreibt die Vergangenheit als wesentlichen Teil des Hotelerlebnisses. Ziel sei es, historische Spuren sichtbar zu machen und Gäste dazu anzuregen, Wien neu kennenzulernen. Genau darin liegt der Reiz des Konzepts: Die Entdeckung beginnt im Hotel, führt hinaus in die Nachbarschaft und eröffnet einen Blick auf eine Stadt, die auch abseits ihrer berühmtesten Sehenswürdigkeiten immer wieder überrascht.

© Imperial Riding School

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