Wellness in the Wild: Wenn die Safari zur Auszeit wird
Wellness muss nicht immer zwischen warmen Steinen, Saunen und Spa-Ritualen stattfinden. Manchmal beginnt sie mit dem ersten Licht über der Savanne, einer stillen Wanderung durch die Wildnis oder einer Nacht unter einem Himmel voller Sterne. Mit „Wellness in the Wild“ verbindet Great Plains Safari-Erlebnisse in Kenia, Botswana und Simbabwe mit Bewegung, pflanzenreicher Küche, Spa-Ritualen, Open-Air-Workouts und bewussten Momenten des Rückzugs. Im Mittelpunkt steht dabei ein ganzheitlicher Gedanke: Zeit in der Natur, guter Schlaf, Bewegung, Ernährung und Regeneration sollen wieder näher zusammenrücken.

Das von den National Geographic Explorers at Large und preisgekrönten Filmemachern Dereck und Beverly Joubert gegründete Ökotourismus-Unternehmen versteht Wellness deshalb nicht als isoliertes Spa-Erlebnis. Die Anwendungen mit biologischen Hautpflege- und Massageprodukten von Healing Earth ergänzen vielmehr die Erfahrungen draußen in der Natur. Je nach Camp kommen auch Kräuter aus den eigenen Gärten zum Einsatz. „Für uns war Wohlbefinden noch nie etwas, das getrennt von einer Safari betrachtet wird“, sagt Dereck Joubert, CEO von Great Plains. Mit dem Rhythmus der Sonne aufzuwachen, sich durch wilde Landschaften zu bewegen, bewusst zu essen und unter dem afrikanischen Nachthimmel einzuschlafen, könne dabei helfen, den eigenen Rhythmus neu auszurichten.


In Kenia zeigt das im Juli 2026 eröffnete Zamara Private, wie sich Rückzug und Safari verbinden lassen. Die private Residenz mit sechs Suiten liegt mit Blick über die Maasai Mara und verbindet Wabi-Sabi-inspiriertes Design mit privaten Terrassen und Duschen unter freiem Himmel. Infinity-Pool, Spa, Fitnessraum, Sauna, Dampfbad und Dachterrasse ergänzen das Konzept. Im Spa gehören unter anderem das 90-minütige „Great Plains Renewal“ mit Trockenbürsten, Peeling und Rückenmassage, das „Out of Africa“-Treatment mit Healing-Earth-Ölen sowie das „Bush Rescue Facial“ mit Marula, Baobab, Hagebutte, Neroli und Aloe zum Angebot. Auch kulinarisch steht eine pflanzenreiche Küche im Mittelpunkt. Head Chef Paul verbindet beispielsweise im Zamara Curry Menü indische Kochtechniken mit kenianischen und ostafrikanischen Einflüssen. Die Übernachtungspreise beginnen bei 32.500 US-Dollar für zwölf Gäste auf All-inclusive-Basis.


Noch unmittelbarer wird die Natur in der ol Donyo Lodge in den Chyulu Hills zwischen Amboseli und Tsavo Nationalpark. Auf der Maasai-eigenen Mbirikani Group Ranch gelegen, bietet das Camp mit Blick auf den Kilimandscharo Platz für bis zu 20 Erwachsene. Yoga und Fitness lassen sich ebenso in den Tagesablauf integrieren wie Bushwalks, Reitausflüge, Mountainbike-Touren und Wanderungen. Besonders außergewöhnlich sind die privaten Star Beds auf der Dachterrasse: Wer unter freiem Himmel schläft, erlebt den Sonnenaufgang und das Erwachen der Landschaft direkt vom eigenen Bett aus. Die Preise beginnen bei 1.755 US-Dollar pro Person und Nacht.
Auch Botswana erweitert den Gedanken der Regeneration. Im Zarafa Camp im privaten Selinda Reserve trainieren Gäste in einem Open-Air-Gym mitten in der Wildnis. Gewichte, Yogamatten und Heimtrainer stehen zusätzlich in den Unterkünften der Réserve-Collection bereit. Nach dem Training oder einer morgendlichen Safari sorgt das neu gestaltete Spa mit Massagen und Treatments für Erholung. Das Relais-&-Châteaux-Haus umfasst lediglich vier Suiten mit Blick auf die Zibadianja Lagoon. Wanderungen, Fotografie-Safaris und – abhängig vom Wasserstand – Ausflüge auf der Lagune ergänzen das Naturerlebnis. Übernachtungen beginnen bei 2.250 US-Dollar pro Nacht.

Noch langsamer geht es auf Sitatunga Private Island im Okavango Delta zu. Die „Slow Safari“ stellt nicht die möglichst große Zahl an Tierbeobachtungen in den Mittelpunkt, sondern Spuren, Pflanzen und die Zusammenhänge des Ökosystems. Das nahezu vollständig aus recycelten Materialien errichtete, wasserbasierte Camp bietet maximal acht Erwachsenen Platz. Bushwalks, Mokoro-Ausflüge und Bootstouren erschließen das Delta auf unterschiedliche Weise. Nachts übernimmt der afrikanische Himmel die Hauptrolle. Fernab künstlicher Lichtquellen zeigen Guides Sternbilder und erzählen von den Geschichten des afrikanischen Nachthimmels. Mit etwas Glück lässt sich dabei auch die seltene Sitatunga-Antilope beobachten, die dem Camp ihren Namen gab. Die Preise beginnen bei 1.660 US-Dollar pro Person.
In Simbabwe reicht der Regenerationsgedanke schließlich über den Menschen hinaus. Mit Project Rewild engagiert sich die Great Plains Foundation für die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, Biodiversität und stabiler Wildtierbestände. Zwischen 2022 und 2025 wurden unter anderem 101 Elefanten, 17 Afrikanische Wildhunde, 663 Impalas, 68 Zebras und 70 Giraffen umgesiedelt. Gäste des Tembo Plains Camps im rund 290.000 Acre großen privaten Sapi Reserve können diese Arbeit kennenlernen und erfahren von Wildlife Rangern, wie Tierumsiedlungen vorbereitet und die Tiere anschließend überwacht werden. Begegnungen mit Teilnehmerinnen des Female Ranger Programms sind ebenfalls möglich.


Das am Sambesi gelegene Tembo Plains ist das erste Relais-&-Châteaux-Safari-Camp Simbabwes. Vier Doppelsuiten und die Zanji Suite mit zwei Schlafzimmern bilden den Rückzugsort inmitten des Flusswaldes. Safarifahrten, Wanderungen, Bootstouren, Kanufahrten und Catch-and-Release-Angeln führen hinaus in eine Landschaft, in der Afrikanische Wildhunde, Löwen, Leoparden, Büffel und Elefanten zu Hause sind. Übernachtungen beginnen bei 1.455 US-Dollar pro Person und Nacht bei Doppelbelegung.
„Wellness in the Wild“ erzählt damit eine zeitgemäße Geschichte von Erholung: Regeneration entsteht nicht nur durch Ruhe, sondern auch durch Bewegung, Natur, bewusstes Essen, Schlaf und die Verbindung mit einem Ort. Und manchmal ist die beste Wellness-Anwendung eben ein weiter Blick über die Savanne, der Klang eines wilden Flusses oder ein Sternenhimmel, der bis weit nach dem Abendessen sichtbar bleibt.
© Great Plains
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