Gute Aussichten für Nachteulen
Manche Reiseziele zeigen ihre schönste Seite erst, wenn der Tag längst vorbei ist. Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet, Wälder und Wiesen langsam ihre Konturen verlieren und am Horizont das letzte Licht erlischt, beginnt im Waldhaus Ohlenbach eine andere Art von Urlaub. Dann rückt der Himmel in den Mittelpunkt. Oben am Südhang des Kahlen Astens, auf 642 Metern Höhe und weit entfernt vom Lichtsmog dichter Städte, wird die Nacht zur eigenen Tageszeit.

Sterne, Stille, Staunen: Immer mehr Reisende entdecken die Dunkelheit als Erlebnis. Der sogenannte Noctourismus richtet sich dabei besonders an Menschen, die abends und nachts aufblühen. Nachteulen müssen ihren Urlaub nicht nach dem Rhythmus von Frühaufstehern planen, sondern können genau dann losziehen, wenn es draußen still wird. Im Waldhaus Ohlenbach finden sie dafür beste Voraussetzungen. Sobald die künstlichen Lichtquellen weniger werden, öffnet sich über den Wäldern des Rothaargebirges ein Sternenhimmel, der in Städten kaum noch zu erleben ist.

Der Weg dorthin beginnt denkbar einfach: mit einer Wanderkarte und einer Sternenkarte. Rund um das Vier-Sterne-Hotel führen Wege zu Lichtungen und Aussichtspunkten, an denen sich der Blick über die Baumwipfel öffnet. Mit zunehmender Dunkelheit verändert sich auch das Panorama. Aus einzelnen Lichtpunkten werden Sternbilder und Planeten, dazwischen zeigt sich eine Fülle kleiner Sterne, die in urbanen Regionen im nächtlichen Grundrauschen verschwindet. Ein festes Programm gibt es nicht. Jeder sucht sich seinen eigenen Platz, blickt nach oben und lässt sich überraschen, was der Himmel an diesem Abend bereithält. Kein Bildschirm, keine Inszenierung, kaum künstliches Licht – dafür Wald, Weite und die wohltuende Ruhe einer echten Nacht.
Im Winter lässt sich dieses Schauspiel sogar aus dem Wasser beobachten. Der beheizte Panorama-Außenpool des Wellnessbereichs bleibt bis in die Dunkelheit geöffnet. Bei angenehmen 32 Grad Wassertemperatur liegt der Blick über den dunklen Höhen des Rothaargebirges und wandert von dort direkt in den Sternenhimmel. Wärme und kalte Winternacht könnten kaum gegensätzlicher sein – und genau darin liegt der besondere Reiz. Während das Wasser wärmt, sorgt die klare Nachtluft für einen Moment, in dem man ganz bei sich sein kann.

Dass die Natur im Waldhaus Ohlenbach so unmittelbar erlebbar ist, gehört zur Geschichte des Hauses. Aus einer kleinen Jagdhütte, die 1962 entstand, entwickelte sich über die Jahrzehnte ein Vier-Sterne-Hotel mit heute 47 Zimmern und drei Suiten, Restaurant, Weinkeller und Wellnessbereich. Seine Alleinlage ist geblieben. Wanderwege beginnen direkt vor der Tür, große Fenster holen Wald und Landschaft ins Haus, und selbst vom Panorama-Pool aus scheint die Umgebung Teil des Aufenthalts zu werden.

Dabei bewahrt sich das Waldhaus einen angenehm eigenwilligen Charakter. Zwischen zeitgemäßem Design finden sich Anklänge an die Siebzigerjahre, das selbst gebraute Bier trägt den Namen „Red Hair Mountain“ und kulinarische Formate dürfen durchaus einmal „Hummernummer“ heißen. Ein Ort also, der seine eigene Persönlichkeit pflegt – und damit ziemlich gut zu einer Reiseidee passt, bei der der Urlaub nicht mit dem Sonnenuntergang endet.


Auch in den Zimmern soll der Blick künftig noch weiter nach oben reichen. Drei geplante Nachteulenzimmer werden mit eigenen Teleskopen ausgestattet. Damit bekommt die nächtliche Auszeit eine ganz private Bühne: Sterne beobachten, solange man wach bleiben möchte, den Himmel erkunden und irgendwann vielleicht doch von der Dunkelheit in den Schlaf begleitet werden. Im Waldhaus Ohlenbach wird die Nacht damit nicht zur Pause zwischen zwei Urlaubstagen, sondern selbst zum Erlebnis.
© Waldhaus Ohlenbach
@feelgoodmagazin
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